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Webseitenzertifikate

Immer mehr Webseiten verwenden Zertifikate und dadurch verschlüsselte Verbindungen. Was bedeutet dies für uns?

Verschlüsselte Verbindungen ​

Heute laufen fast alle Webseiten über eine verschlüsselte Verbindung. Zu erkennen ist dies am – der Adresse vorangestellten – https://. Einige Browser blenden diesen Teil aus; er wird sichtbar, sobald man in die Adresszeile klickt.

Früher zeigten die Browser ein grünes Schloss an. Weil Verschlüsselung inzwischen der Normalfall ist, haben die Browser dieses Symbol ersetzt. Es sieht je nach Browser unterschiedlich aus (siehe Markierung im Bild). Ein Klick darauf zeigt Informationen zur Verbindung und zum Zertifikat der Webseite.

HTTPS-Verbindung in Chrome, Firefox und Edge

Wichtig

  • Die Verbindung kann nicht abgehört werden.
  • Verschlüsselung ist zwingend notwendig für alle Webseiten, bei denen man sich einloggen muss. Erscheint die Warnung «Nicht sicher», gibt man dort keine Passwörter ein.
  • Das Schloss garantiert, dass man mit demjenigen Server spricht, der in der Adresse aufgeführt ist.
  • Achtung: Verschlüsselt heisst nicht vertrauenswürdig! Auch Betrüger verwenden https://. Die Verschlüsselung schützt nicht vor geschickt manipulierten Adressen wie z.B. https://intern.gymkirchenfe1d.ch/ (siehe Thema Phishing). Deshalb immer die Adresse genau prüfen.

Unverschlüsselte Webseiten ​

Einige wenige Webseiten verwenden noch keine Verschlüsselung. Die Adresse beginnt dann mit http:// statt https://, und der Browser warnt in der Adresszeile mit dem Hinweis «Nicht sicher» oder einem durchgestrichenen Schloss:

HTTP-Verbindung

Wichtig

  • Unverschlüsselte Verbindungen erlauben das Mitlesen der gesamten Kommunikation irgendwo auf dem Weg zwischen dem Client und dem Server.
  • Man kann nicht feststellen, ob sich ein Angreifer als der Server ausgibt, den man kontaktieren möchte.
  • Auf solchen Seiten gibt man deshalb niemals Passwörter oder andere persönliche Daten ein.

Zertifikate mit erweiterter Überprüfung ​

Manche Webseiten, z.B. von Banken, verwenden Zertifikate mit einer erweiterten Überprüfung, bei der auch die Firma dahinter geprüft wird. Früher zeigten die Browser deshalb den Firmennamen grün hinterlegt in der Adresszeile an. Diese Anzeige gibt es seit 2019 nicht mehr. Die Firmenangaben sieht man nur noch, wenn man auf das Symbol links in der Adresszeile klickt und die Zertifikatsdetails öffnet.

Wichtig

  • Die Verbindung ist genau gleich geschützt wie bei «normalen» verschlüsselten Verbindungen.
  • Zum Erkennen von Phishing bleibt die wichtigste Regel: die Adresse genau prüfen.